Persönlicher Rückblick 2011
Ich wache kurz mal aus meinem Winterschlaf auf, recke und strecke mich und erinnere mich zurück, was dieses Jahr an Bedeutung hatte. Spontan geschrieben, fallen mir folgende Gefühlseigenschaften speziell für dieses Jahr ein:
Sprachlos, Danke, Wut, Liebe, Enttäuschung, Selbstwert, Lachen
Natürlich gibt es dazu immer eine eigene Geschichte, auch wenn eine Eigenschaft sich manchmal mit verschiedenen Gesichtern wiederholt.
- Sprachlos: Das erlebte ich mit Menschen, die mir nicht fremd waren. Ich wurde mit ihrem Verhalten konfrontiert,welches ich nicht nachvollziehen konnte. Da sie mir keine Erklärung gaben, warum sie dies machten und ich müde war darüber zu spekulieren, machten sie mich sprachlos. Was habe ich daraus gelernt? Dass mich Menschen nicht länger belasten, die nicht bereit sind für ein klärendes Gespräch. Und dann wiederum traf ich Menschen, die mir fremd waren. Sie waren mir gegenüber offen, schenkten mir ihr Vertrauen und waren ehrlich zu mir, was mich oft sprachlos machte. Was habe ich daraus gelernt? Dass in jeder Begegnung eine Chance auf Sinnvolles liegt.
- Dankbarkeit: Mehr denn je ist mir bewusst geworden, dass ich soviel Gründe habe um Danke zu sagen. Mein Leben ist gut zu mir und das Wort Danke löst in mir eine innere Harmonie aus, die ich nicht mehr entbehren möchte. Was habe ich daraus gelernt? Dass ich mich täglich mit einem Danke daran erinnere, was ich heute habe und das gibt mir die Kraft mich nicht manipulieren zu lassen, von dem was fehlt.
- Wut: Auf mich. Es ist soviel leichter auf jemand anderen zu schimpfen und wütend sein. Doch auf sich selbst wütend zu sein, macht die Wut noch größer. Alles hat seine Berechtigung und die Wut kann sogar sehr förderlich sein, zum Beispiel, wenn man erkennt, dass die Wut innerlich aufräumt, reinigt und Platz für Neues schafft. Was habe ich daraus gelernt? Dass meine Wut gegen mich mir aufzeigt, dass ich ein Verhalten von mir im Nachhinein bereue, doch ich somit auch wachse. Dadurch weiß ich zum einen mehr über mich und zum anderen ist die Quote, dass ich diesen Fehler wieder mache äußerst gering. Nun, das gehört wohl zur Persönlichkeitsentwicklung dazu.
- Liebe: Die Macht der Liebe habe ich kennengelernt. Bisher wußte ich nicht, welche Kraft die Liebe in sich trägt. Es gibt die Liebe auf vielen verschiedenen Ebenen, doch die Liebe zwischen Mann und Frau, wenn sie aufrichtig und wirklich ist, heilt die Seele und das Leben wird wundervoll & stimmig. Was habe ich daraus gelernt? Die Liebe hat man sich zu verdienen. Nur wer sich selber liebt, achtet und wertschätzt, wird in den Genuss der Liebe von einem Partner im vollen Umfang kommen. Und diese Rarität ist das kostbarste.
- Enttäuschung: Wenn ich auf meine innere Stimme hören würde und danach handeln, würde ich mir so manche Enttäuschung sparen. Ich schäme mich für manche Menschen, die ich dieses Jahr getroffen habe, denn sie selber wissen nicht, was sie getan – gesagt haben oder wissen es und verleugnen es.Im Grunde täuschen sie sich selber und diese Verletzung ist einer Tragödie gleich. Ich mag Menschen nicht mehr, die Märchen erzählen. Was habe ich daraus gelernt? Ich folge mehr und mehr meinem Instinkt, denn dadurch erkenne ich die Wahrheit und lass mich nicht mehr täuschen.
- Selbstwert: Oh, da wird mir ganz warm ums Herz. Zu erkennen wer ich bin und wer ich sein möchte, hat mir 2011 großartige Momenten beschert. Den eigenen Wert sich bewusst machen, sich annehmen und vor allem zu akzeptieren, hat meinen Egoismus in ein Gleichgewicht gebracht. Was habe ich daraus gelernt? Das ein Selbstwertgefühl nur entstehen kann, wenn ich mich mit mir selber auseinandersetze. Für eine langanhaltende Zufriedenheit bin alleine ich verantwortlich.
- Lachen: Heuer habe ich viel gelacht. Über mich. So kindlich, verspielt, spontan, unüberlegt und mädchenhaft war ich 2011. Habe viel gelacht auch mit meinem Schatz Andi zusammen. Das Lachen ist Medizin, Wunder und Lebendigkeit in einem. Was habe ich daraus gelernt? Dass ich darauf keinen Tag verzichten möchte!
2011 war für mich ein liebevolles, lernreiches, gesundes, lustbetontes und bewegendes Jahr. Ich habe gelernt, mich von Menschen zu verabschieden, die mir nicht gut tun und das ist so befreiend. Das tun zu können, was mir Freude macht, ist Leichtigkeit im Sein. Viele meiner Wünsche sind in Erfüllung gegangen. Rückblickend kann ich sagen, dass ich eine Ernte heuer hatte, die schon weitere wundervolle Früchte in sich trägt.