Was braucht es wirklich?
Was braucht es schon im Leben? Im Ernst, was ist es, was wirklich im Leben gebraucht wird?
Der glänzende Schnellkochtopf? Die guttuende Antifaltencreme? Der schnelle Laptop? Die schicke Winterjacke? Das elegante Sofa? Das rassige Auto? Das alles sind angenehme, erfreuliche, hilfreiche, nette Dinge. Doch brauche ich das? Nun, ohne mein Auto würde es ziemlich kompliziert werden meine Arbeit zu machen. Und ohne Winterjacke würde ich den Spaziergang schr schnell beenden. Ohne den Laptop könntest du jetzt nicht meinen Blog lesen. Im Ernst brauche ich das Alles? Hmm….
Ja, irgendwie brauche ich viele Sachen im Aussen. Es würde ohne dies oder das andere vielleicht auch funktionieren, doch auf alle Fälle würde es mit vielen Schwierigkeiten verbunden sein und die möchte ich vermeiden. All das zu haben, sind eine bequeme Bereicherung für meine Lebensumstände – Ja und doch könnte ich letztendlich auf alles verzichten.
Irgendwas geschieht mit mir. Ich gehe nur noch alle paar Wochen zum tanzen, bleibe zuhause anstatt in eine gemütliche Bar zu sitzen und der Fernseher bleibt öfter aus und ich mache anstatt zu klotzen, Nichts. Shopping zu gehen, hat mein Interesse verloren und wenn ich Menschen zuhöre bei ihren Gesprächen, dann bleibe ich still. Wenn ich ein Verhalten von Bekannten nicht verstehe, dann akzeptiere ich, ohne darüber zu diskutieren. Auch wenn Menschen mich nicht Wiedersehen wollen, ohne mir dafür Gründe zu sagen, dann lass ich los, ohne zu leiden. Also irgendetwas geschieht mit mir.
Ich verlasse immer mehr die Welt im Aussen und finde immer mehr zu mir. Hört sich das gruselig an? LACH, nein. Also für mich auf alle Fälle mal nicht. Durch die Verbindung mit meinem Schatz habe ich zu mir gefunden. Es ist kein Druck mehr in mir, keine Hetze und keine Leere. All das war verantwortlich dafür, dass ich unterwegs sein musste – es war eine Flucht vor mir und doch ein Suchen nach mir. Ich musste immer die Ursache herausfinden und habe gegen Windmühlen gekämpft. Ich war gierig, unersättlich und ständig saugte ich das Leben ein, so dass ich ja nichts verpassen konnte.
Wie meine große Tochter sagte: “Mama, was passiert denn gerade mit dir? Du bist so zufrieden, ohne dass etwas besonderes geschieht. Macht das Yoga aus einem Menschen? Wenn ja, dann fange ich nicht damit an, denn das ist ja zum fürchten, nichts mehr machen zu wollen!” Darauf umarmte ich Sie lange, denn keine größere Freude hätte sie mehr machen können. Klar ist für Sie Stretching, Joggen, Yoga, Spazieren, Schreiben, Meditation, Kochen, im Wohnzimmer tanzen, ein Glas Wein im Kerzenlicht trinken, Musik hören und ins Feuer schauen, im Arm von Andi dasitzen mit purer Langeweile verbunden. Wäre ja auch schlimm in Ihrem Alter, die Ausgeglichenheit und Ruhe zu wollen.
Mir gefällt mein Weg auf dem ich Heute bin und werde ihn mit diesem Bewusstsein weiter gehen. Ja, ich brauche Dinge im Aussen, denn mancher Comfort macht mir das Leben einfacher und dafür habe ich wieder mehr Zeit zur Verfügung das zu tun, was mir gut tut. Ich weiß genau was ich brauche im Leben und das pflege und schenke ich mir sooft, so intensiv wie nur möglich. So zärtlich, sanft und gelassen war ich noch nie zuvor. Ich bin doch nicht deppert und gebe das wieder auf. Grins. Es macht soviel Spaß gut zu meinem Leben zu sein.